Inhalt
Kurz gesagt: Pfefferminztee wirkt krampflösend im Magen-Darm-Trakt und lindert Blähungen. Verantwortlich ist das ätherische Öl mit dem Hauptbestandteil Menthol. Bei Sodbrennen und Reflux ist er dagegen ungeeignet – er entspannt den Schließmuskel der Speiseröhre.
Bei Bauchkrämpfen hilft er. Bei Sodbrennen macht er es schlimmer. Das ist derselbe Mechanismus.
Was drinsteckt
Pfefferminzblätter enthalten 1 bis 3 Prozent ätherisches Öl, das zu großen Teilen aus Menthol und Menthon besteht. Dazu kommen Gerbstoffe und Flavonoide.
Menthol entspannt die glatte Muskulatur – jene Muskulatur, die Magen, Darm und Gallenwege bewegt.
Wobei er hilft
Krampfartige Magen-Darm-Beschwerden. Die am besten belegte Anwendung. Der europäische Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel führt Pfefferminzblätter für leichte Krämpfe im Verdauungstrakt.
Blähungen. Entspannte Darmmuskulatur lässt Gase leichter entweichen.
Übelkeit. Traditionell verwendet, in Teilen durch Studien gestützt.
Erkältung. Der Dampf wirkt subjektiv befreiend auf die Nase – ein Kälteempfinden durch Menthol, nicht ein Abschwellen.
Wer ihn meiden sollte
Bei Sodbrennen und Reflux. Menthol entspannt auch den Schließmuskel zwischen Speiseröhre und Magen. Magensäure steigt dann leichter auf.
Bei Gallensteinen. Nur nach ärztlicher Rücksprache.
Säuglinge und Kleinkinder. Mentholhaltige Zubereitungen können im Gesichtsbereich einen Atemstillstand auslösen. Für Kinder unter vier Jahren sind sie nicht geeignet.
Zubereitung
Ein bis zwei Teelöffel getrocknete Blätter mit 150 Millilitern kochendem Wasser übergießen, zugedeckt 5 bis 10 Minuten ziehen lassen.
Der Deckel ist wichtig: Ohne ihn entweicht ein erheblicher Teil des ätherischen Öls mit dem Dampf – genau der Wirkstoff.
Frische Blätter funktionieren ebenfalls, brauchen aber die etwa dreifache Menge.
Pfefferminztee und Pfefferminzöl
Für das Reizdarmsyndrom gibt es Studien zu magensaftresistenten Kapseln mit Pfefferminzöl – nicht zum Tee. Die Wirkstoffmenge im Tee ist deutlich geringer.
Wer eine gezielte Wirkung sucht, greift zum Arzneimittel; der Tee ist die milde Alltagsvariante.
Häufige Fragen
Wie viel Pfefferminztee am Tag?
Zwei bis drei Tassen gelten als unbedenklich.
Ist er in der Schwangerschaft erlaubt?
In üblichen Mengen als Getränk ja. Große Mengen und Öl besser ärztlich abklären.
Macht er wach oder müde?
Er enthält kein Koffein. Der frische Geschmack wird oft als belebend empfunden.
Hilft er gegen Kopfschmerzen?
Untersucht ist vor allem verdünntes Pfefferminzöl auf der Haut, nicht der Tee.
Dieser Text ersetzt keine ärztliche Beratung.






